Der Rikschafahrer
Seit 2013 bin ich auf Berlins Straßen mit der Rikscha unterwegs. Daher kenne ich vor allem die Berliner Mitte sehr gut. Ich mache das in Vollzeit, meist von März bis November oder Dezember. Ich kenne nicht nur die Stadt, sondern auch die meisten meiner Kollegen ser gut – mit manchen bin ich sogar befreundet. Rikscha fahren ist schon etwas, das muss man wollen, sonst bleibt man nicht lange im Geschäft. Meine Hauptzielgruppe sind Einzelreisende, Paare und Familien aus dem In- und Ausland, denen ich die Schönheit meiner Wahlheimat nahe bringen will, aber auch bei Großveranstaltungen, Hochzeiten, Junggesell:innen-Abschieden bin ich anzutreffen.
Ich bin Einzelkämpfer aber kann für jeden Einsatz mit meheren Fahrzeugen den/die geeignete Kolleg:in ins Boot holen.

Wer ich bin und wo ich herkomme
- Geboren 1964 und aufgewachsen in Hamburg – gerade an der Grenze zwischen Boomer und Generation-X. Gen-X passt eher zu mir..
- kein Bund. Die wollten mich nicht (T5), ich wollte die nicht.
- Studium der Biologie in Würzburg. Mit Abschluss: Ein Diplom, yeah!
- Promotion in Lübeck. bin also ’n richtiger _Doktor 🙂
- seit 1997 in Berlin
- Tätigkeit in verschiedenen Forschungseinrichtungen in Berlin, u.a. MPI oder FU
Wie und warum wird man eigentlich Rikschafahrer?
Rikschafahrer ist kein Job, den man sich sucht. Dieser Job sucht einen. Die Forschung ist ein hochkometives Feld, geprägt von endlosen Reihen befristeter Projekte und schnell fällt man da vom Karussell, wenn man nicht immer und überall hinterher ist und die richtigen Leute kennt, vor allem wenn man nicht mehr blutjung ist. Eine Mischung aus Notwendigkeit und Abenteuerlust brachte mich dann „Vorübergehend, erstmal“ zum Rikscha fahren.
wird fortgesetzt…